Sexualprobleme

Sexualprobleme stellen einen der wichtigsten Gründe dar, warum Paare sich auseinanderleben oder gar in eine Krise geraten. Das verwundert nicht, denn Sexualität ist ein menschliches Grundbedürfnis wie Essen und Trinken, und wenn es nicht mehr befriedigt werden kann, leidet die Lebensqualität. Erschwerend kommt hinzu, dass durch die eingeforderte Monogamie dieses Bedürfnis nur in der festen Partnerschaft befriedigt werden darf. Was aber soll man tun, wenn der Partner sich verweigert?
Leider ist Sexualität und die offene Aussprache darüber auch in unserer scheinbar so aufgeklärten Zeit noch mit vielen Tabus belegt. Deshalb werden vordergründig oft andere Gründe vorgeschoben. "Er/sie sieht oder respektiert mich nicht mehr." - "Er/sie steht nicht mehr hinter mir, unterstützt mich nicht mehr." - "Er/sie verfolgt nur seine/ihre eigenen Interessen." Bei näherem Hinsehen stellt sich heraus, dass es im Grunde nur um Sex geht: zu wenig, zu unbefriedigend. Darunter leiden i.d.R. vor allem die Männer.
Ob es nun biologisch verankert oder durch Erziehung und gesellschaftliche Einflüsse bedingt oder nur ein fest verankertes Vorurteil ist, darüber scheiden sich die Geister. Die Erfahrung zeigt jedenfalls, dass Männer und Frauen sich in ihrer Sexualität und ihren sexuellen Wünschen und Bedürfnissen unterscheiden (von Ausnahmen abgesehen):
-- Die meisten Männer brauchen regelmäßigen Sex, um sich zufrieden und ausgeglichen zu fühlen.
-- Viele Frauen verlieren häufig mit der Zeit die Lust am Sex, wenn sie erst mal in einer festen Beziehung sind und Kinder haben.
Und noch eine Erfahrungs-Tatsache:
-- Männer brauchen Sex, um Intimität, Bestätigung und Verbundenheit zu erleben.
-- Frauen brauchen Bestätigung und das Gefühl von Verbundenheit, um überhaupt Lust auf Sex zu haben.
Diese Unterschiede führen zwangsläufig zu Missverständnissen und Timing-Problemen, und wenn darüber nicht gesprochen wird, zu wachsender Unzufriedenheit und dauerhaften Kränkungen.
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Copyright 2011 Dipl. psych. Ingeborg Prändl