Einflussnahme anderer

Wenn ein Paar sich zusammentut, geschieht das in der Regel mit der Absicht, eine eigene, selbständige Familie zu gründen. Das kann aber oft mit Schwierigkeiten verbunden sein. Sei es, dass einer der Partner sich noch nicht ausreichend von seiner Ursprungsfamilie gelöst hat und sich nur schwer von deren Forderungen abgrenzen kann, oder sei es, dass Eltern oder Schwiegereltern sich zu sehr in die Angelegenheiten und Entscheidungen des Paares einmischen. Häufig ist beides gleichzeitig der Fall. Die Problematik verstärkt sich mit der räumlichen Nähe zwischen jung und alt.
Vorwiegend in ländlichen Gebieten kommt es häufiger vor, dass das junge Paar aus finanziellen Gründen im Haus der Eltern einzieht oder sich auf oder neben dem Anwesen der Eltern ein eigenes Haus baut. So vorteilhaft diese Situation sein kann (gegenseitige Hilfeleistungen, Beaufsichtigung der Kinder, finanzielle Vorteile), so nachteilig kann sich dieser Umstand auf die Paarbeziehung auswirken. Die Eltern beharren auf ihren angestammten Bestimmungsrechten und wehren sich gegen Veränderungen. Sie versuchen, auf ihren Sohn/ihre Tochter Einfluss zu nehmen, wie sie es immer getan haben. Der/die "angeheiratete" Ehepartner/in hat es oft schwer akzeptiert und respektiert zu werden, vor allem wenn er/sie etwas andere Anschauungen und Wertvorstellungen mitbringt.

 

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Copyright 2011 Dipl. psych. Ingeborg Prändl