Serielle Monogamie

Unter serieller Monogamie versteht man die Aufeinanderfolge mehrerer fester monogamer Beziehungen.
Monogamie ist prinzipiell beziehungsfördernd und -stabilisierend. Deshalb bestehen die meisten Menschen, die in einer Zweierbeziehung leben, darauf, dass der Partner sexuell treu ist. Und sie halten sich in der Regel auch selbst daran. Allerdings gilt diese Forderung nur, solange die Beziehung intakt und von Liebe getragen ist.
Ist das nicht mehr der Fall, wird die Beziehung unter mehr oder weniger starken Kämpfen beendet. Man ist wieder Single. Viele genießen diesen Zustand als befreiend und entlastend, da ja die vorhergehende Beziehung überaus konflikthaft und aufreibend war (sonst wäre es ja erst gar nicht zur Trennung gekommen) und die neue Freiheit die Befriedigung polygamer Bedürfnisse ermöglicht. Aber die meisten sind doch schließlich wieder auf der Suche nach einem neuen festen Partner. Ist der gefunden, hält man sich wieder an die Forderungen der Monogamie.

 

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Copyright 2011 Dipl. psych. Ingeborg Prändl